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Marmora, den thraziſchen Bosphorus, und an die Meerenge bei Gallipolis; gegen Weſt an Bulgarien und Mazedonien; gegen Suͤd an den Archipel, und gegen Nord an den Berg Haͤ⸗ mus, welches es von Bulgarien ſcheidet. Das Land hat Ueberfluß an Getreid; auch findet man Sil⸗ berminen, Blei und Alaun, um welche die Tuͤrken ſich nicht bekuͤmmern. Der Fluß Marina(der He⸗ brus der Alten) fuͤhrt Gold⸗Sand mit ſich. Er ent⸗ ſpringt auf dem Gebirge Rhodope(heut zu Tage Argentaro)⸗ lauft von Weſt nach Oſt bis Adrian⸗ opel, wendet ſich wieder gegen Suͤd bis Trajano⸗ pel, und ſtuͤrzt ſich zuletzt in den Archipel. Nach Ovids Bericht ſollen die wuͤthenden Bachantinnen das Haupt des ungluͤcklichen Orpheus in den He⸗ brus geſchleudert haben. Romanien gehoͤrt zur Beglerbey von Rumellienz die Juſtiz in den Staͤd⸗ ten uͤben die von dem Groß⸗Sultan beſtellten Kadis und Baſſas aus. Die Einwohner ſind Griechen, und wenige Katholiken, welche unter dem Schutze des Koͤnigs von Frankreich ſtehen.
Nach unſerer Abreiſe von Eraſarus erreichten wir in einer Stunde die ſchoͤnen Doͤrfer Taoupaͤha und Touchoucis, und nach zwei Stunden das Staͤdtchen Ponte⸗picoli, in tuͤrkiſcher Sprache Meget genannt; zu Pontigrandi hielten wir nach zwei Stunden Nachtlager. Die ganze Karavane blieb in dem Karavanſerai. Vor Tages Anbruche durchzo⸗


