Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Hof⸗Staats, die Luſt⸗Haͤuſer, Moſcheen, Baͤder und Spring⸗Brunnen, der Schatz und die Bibliothek, das Harem des Kaiſers, und die Wohnung des Kron⸗ prinzen. Eine genauere Anſicht des Serails koͤnnen ſich unſere Leſer durch einen Nuͤckblick auf den Ku⸗ pferſtich machen, durch welchen wir im erſten Baͤnd⸗ chen der Reiſen von der Tuͤrkei das Serail des Groß⸗ Herrn zu verſinnlichen ſuchten.

Man zaͤhlt in Konſtantin opel 5000 Moſcheen oder Bet⸗Haͤuſer, 29 griechiſche, 4 ruſſiſche und 9 katholiſche Kirchen, 130 oͤffentliche Baͤder, 11 Akade⸗ mien, wo gewoͤhnlich 1600 tuͤrkiſche Juͤnglinge fuͤr den Dienſt des Staats oder der Kirche auf kaiſerliche Koſten gebildet werden; 34s hoͤhere Lehr⸗Anſtalten mit freiem Unterrichte und Pflege, 4300 Kinder⸗ Schulen, 43 oͤffentliche und ſehr viele private Buͤcher⸗ Sammlungen; doch find in erſteren nur geſchriebene Buͤcher zu finden. Der Palaſt Konſtantin's, Te⸗ kir⸗Serai, eine ehemalige Ruine, 1458 erneuert⸗ iſt das Schioß der 7 Thuͤrme, in welchem jene frem⸗ den Geſandten eingeſperrt werden, mit welchen die Tuͤrkei in Krieg verwickelt wird. Neben demſelben iſt der Maͤdchen⸗Markt, wo die jungen Sklavinnen ver⸗ kauft werden.

Unter den öoͤffentlichen Haͤuſern ſind die Teriak⸗ Hane die ſonderbarſten, wo man des Abends eine Huantitaͤt Tropfen oder Pillen von Opium verſchluckt, ein Glas Waſſer dazu trinkt, und dann die ſuͤße Schwaͤrmerei abwartet, in welcher man Mahomets Himmel ſich vergegenwaͤrtigen kann.. DOffene Platze gibt es nur wenige; der vorzuͤglichſte iſt der Almeytan, einſt Hippodrom, 250 Schritte lang und 150 breit, durch welchen alle feierlichen Aufzuͤge des Sultans gehen.

Die Hau's oder Kahn's ſind geraͤumige, vier⸗ eckige Gebaͤude von 3 Stockwerken aus großen Stei⸗