Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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nen, von einer Mauer und Saͤulen⸗Reihe umgeben, wo Kaufleute der ganzen Tuͤrkei, welche mit Karava⸗ nen reiſen, fuͤr ſich und ihre Waaren Platz finden. Die Bazzars ſind große Gebaͤude fuͤr Kraͤmer aller Nationen, aus Stein feſt und hell gebaut, und im Sommer ſehr kuͤhl; vorn ſind kleine Laden, hinten kleine Kammern zur Aufbewahrung der Waaren. Der aͤgyptiſche Markt oder Mihr Gartſche enthaͤlt nichts, als Wagren aus Kairo, beſonders Minera⸗ lien und. Arzneimittel. In den Bazzars werden die vorzuͤglichſten Geſchaͤfte, ſowohl mit rohen und geſchliffenen Juwelen, als auch Buchhaͤndler⸗ Geſchaͤfte mit Haudſchriften in perſiſcher, tuͤrkiſcher und arabiſcher Sprache gemacht. Der Bezeſtan iſt nur ein großer Saal, wo Waaren aus der zweiten Hand verkauft und von den Auctionatoren ausgeru⸗ en werden.

In den Umgebungen von Konſtantinopel iſt vor Allem merkwuͤrdig das Dorf Bujukdereh, an der europaiſchen Kuͤſte des Bosphorus gegen das ſchwarze Meer, wo die europaͤiſchen Geſandten in orientaliſchen Landhaͤuſern ihre vaterlaͤndiſche Lebens⸗ art fortſetzen. Von dieſem Thale fuͤhrt der Weg durch einen Wald nach dem bezaubernden Dorfe Belgrad⸗ welches wegen der ſchaͤdlichen Duͤnſte, jetzt nicht mehr, wie ſonſt, bewohnt iſt. Zu Fondukli in der Naͤhe von Pera erbaute Houſſein⸗Aga, der We⸗ ſier Maßzomets IV., ein Schloß, von welchem mehrere Zimmer uͤber das Meer ſich ausbreiten, in welchen der Sultan ſich mit dem Fiſchfange zerſtreuen konnte. In der Naͤhe liegt der Melonen⸗Garten mit dem Pglaſte Selim's III. im chineſiſchen Ge⸗ ſchmacke. In deſſen Naͤhe iſt das den Tuͤrken heilige Dorf Beſchik⸗Taſch, wo die Gebeine des from⸗ men Hadſchi⸗Bahtaſch ruhen, welcher die erſten Janit ſcharen einſegnete, und ihnen einen Aermel ſei⸗