Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

242

zu werden. Man vertraute ihrer Aufſicht die jung⸗ fraͤulichen Prieſterinnen; fie mußten ſich aber vorher verſchneiden laſſen.

Das Caſtell, welches man das Gefaͤngniß Pauli nennt, iſt nicht alt, und niemals ſchoͤn geweſen. Die Hoͤhle der Sieben⸗Schlaͤfer verdiente beſehen zu werden, wenn man von der Wahrheit dieſer Geſchichte verſichert waͤre. 3. Ungeachtet die Ebene von Epheſus ſehr ſchoͤn iſt, ſo hat doch die Lage von Smyrua etwas, das viel groͤßer iſt, und der Huͤgel, der am Ende des Meer⸗ buſens ſteht, iſt gleichſam ein Theater, das beſtimmt iſt, eine ſchoͤne Stadt vorzuſtellen.

Auf unſerer Ruͤckreiſe von Epheſus beſuchten wir Scalanova, eine ziemlich artige Stadt, wohl⸗ ebaut, ſchoͤn gepflaſtert, mit Daͤchern, die mit Hohl⸗ Ziegeln bedeckt ſind. Die Umgegend iſt wegen der Weinſtoͤcke auf den nahen Huͤgeln, ſehr ſchoͤn. Man treibt daſelbſt ſtarken Handel mit rothem und weißem

Wein, mit Roſinen und Safran. 3 4

Den 27. Maͤrz kamen wir nach Smyrng zuruͤck, wo wir eine gute Gelegenheit, uns einzuſchiffen, er⸗ warteten. Aber erſt am 13. April konnten wir mit einem Kaufmanns⸗Schiffe unter Segel gehen, und nach einer vierzigtaͤgigen Schifffahrt, waͤhrend wel⸗ cher wir manchen Srurm und widrige Winde hatten, kamen wir den 23. Mai zu Livorno, und den zten Juni zu Marſeille an, wo wir Gott herzlich dankten, daß er uns auf dieſer Reiſe beſchuͤtzt und erhalten hatte,