Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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237.

ſer den Muſelmaͤnnern darf Niemand in der Stadt wohnen; die Vorſtaͤdte ſind ungleich groͤßer und ſchoͤ⸗ ner, mit Juden, Armeniern und Griechen bevoͤlkert. Beruͤhmt ſind die Graͤber des Orean, ſeiner Gemah⸗ lin und Kinder. Man zeigt den Fremden in dem Vor⸗ gemache dieſer Moſchee die vorgebliche Trommel des Orcan, die dreimal ſo groß iſt, als eine gemeine Drommel, und, wenn man ſe ruͤhrt, ein unge⸗ heures Geraͤuſch gibt. Auch der Roſenkranz dieſes Sultans befindet ſich daſelbſt. Die Koͤrner ſind aus Agat, und ſo groß wie die Nuͤſſe. In einer tuͤrkiſchen Kapelle an der Stadt wird ein alter, ſehr breiter De⸗ gen aufbewahrt, welcher das Schwerdt des Rolands ſevn ſoll. Die Spitze des Olymp war bereits mit Schnee bedeckt, weßwegen wir dieſelbe nicht beſteigen konnten. Dieſer Berg iſt einer der hoͤchſten in Aſi⸗ en, und erhebt ſich von Pruſa ſiufenweiſe gleich ei⸗ ner Treppe. Eine Meile von der Stadt liegen die neuen Baͤder von Capliza. Sie ſind ſehr praͤchtig gebaut; die Kuppeln mit Blei gedeckt, und wie ein Seiher durchloͤchert. Jede Oeffnung aber iſt mit einer glaͤſernen Glocke geſchloſſen. Die Saͤle ſind mit Mar⸗ mor gepflaſtert. Die Quellen des warmen Waſſers entſpringen auf dem Wege. Ihre Waͤrme iſt ſo groß, daß ein Ei in 15 Minuten hart wird. Die alten Baͤ⸗ der ſind noch eine Meile davon entfernt, und werden wenig mehr benutzt.

Nieaa iſt nur eine Tagreiſe von Pruſa eut⸗