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Wenn wir einigen von ihren Leuten etwas Huͤlfe lei⸗ ſteten, ſo bedankte ſich die ganze Karawane bei uns. Wenn ſie in Staͤdten Halt machen, ſo wohnen mehrere in einem Gemache beiſammen, und machen ei⸗ nen ſchlechten Aufwand, Sie reiſen nie ohne Netze; denn ſie ſiſchen auf dem Wege. Wir konnten uns in den Gaſthoͤfen zu Erzeron nicht enthalten zu lachen, wenn wir die Armenier einen Handei ſchließen ſahen. Sie legen Geld auf den Tiſch; dann ſtreiten ſie ſo viel ſie koͤnnen. Man glaubt, ſie wuͤrden einander die Haͤlſe abſchneiden. Zuletzt druͤcken ſie ſich die Haͤnde mit ſolcher Gewalt, daß ſie ſchreien moͤchten, und der Handel iſt zu Ende. Nachgehends lacht einer den an⸗ dern aus. Sie behaupten mit Recht, daß bei dem An⸗ blicke des Geldes der Kauf viel eher geſchloſſen werde. In religioͤſer Hinſicht tragen die Griechen und Ar⸗ menier eine unverſoͤhnliche Feindſchaft gegen einander. Dieſe Feindſchaft iſt ſo groß, daß wenn ein Grieche in eine armeniſche Kirche kommt, oder ein Armenier in eine griechiſche, die eine ſowohl als die andere, ſolche fuͤr entheiliget halten, und auf das Neue einweihen. Der reichſte unter allen armeniſchen Patriarchen iſt der zu Itchmiadzin; er hat faſt 600,000 Thaler Ein⸗ kuͤnfte. Indeſſen iſt er, auf einer andern Seite be⸗ trachtet, ſehr arm, weil er genoͤthiget iſt, die Kopfſteu⸗ er zu bezahlen, um diejenigen von ſeiner Heerde nicht zu verlieren, die nicht im Stande ſind, dieſen Tribut zu entrichten. Die Biſchoͤfe berichten ihm alle Jahre


