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es an allen Orten rechtſchaffene Leute gibt, und daß eine Buͤchſe guter Arzeneien ein vortrefflicher Paß iſt. Man kann ſich in der Welt keine beſſern Freunde ma⸗ chen, als mit der Arzenei⸗Kunſt. Die Rechtsgelehrten der ganzen Welt wuͤrde man dagegen fuͤr unbedeuten⸗ de Leute halten.
Der Aga brach mit uns am 23. Auguſt von dars auf, um zugleich eine Fuhre Geld nach Erzeron zu liefern. Nach einigen Tagen kamen wir bei den Baͤdern von Aſſancale an, welche ſehr ſchoͤn gebaut ſind und an den Ufern des Araxus liegen. In der Mitte einer Ebene ſteht ein ſchrecklich ſteiler Felſen, auf welchem man die Stadt und eine Feſtung gebaut hat, welche der ganzen Gegend furchtbar iſt, und wo man ſich mehr vor dem Hunger als vor den Kanonen fuͤrchtet. Die Mauern laufen ſchneckenfoͤrmig um den ganzen Fels herum, und die Thuͤrme ragen weit uͤber dieſel⸗ ben hinaus. Man koͤnnte dieſen Platz leicht unuͤber⸗ windlich machen. Erzeron iſt nur eine Tagreiſe da⸗ von entfernt; der Weg dahin iſt ſehr ſchoͤn. Wir hat⸗ ten gleich nach unſrer Ankunft das Vergnuͤgen, unſern guten Freund, den engliſchen Konſul, zu umarmen, welcher die Guͤtigkeit gehabt hatte, unſer Gepaͤck und Geld, mit unſern getrockneten Pflanzen, aufzubewahren.
Waͤhrend unſers Aufenthalts zu Erzeron hatten wir Gelegenheit genug, dasjenige aufzuzeichnen, was uns von den Sitten und der Religion der Armenier merkwuͤrdig ſchien.


