Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Tagen gluͤcklich zu den drey Kirchen zuruͤck. Auch von dort brachen wir den 16. Auguſt ſchon wieder auf, um auf einem andern Wege nach Erivan zu kommen.

Auf dieſer Reiſe drohte mir die große Gefahr, zu ertrinken. Wir mußten den Fluß Arpuſa uͤberſetzen. Er iſt ſehr tief, und nimmt von Zeit zu Zeit große Stuͤcke von Steinen mit ſich fort, die vom Gebirge herabkommen, und die man unten auf dem Boden des Waſſers nicht ſehen kann. Auf dieſem Boden koͤnnen die Pferde ihre Fuͤße nicht ſicher ſetzen; ſie fallen ſehr oft, und brechen die Beine, wenn ſie zwiſchen dieſe Steine kommen. Mein armes Thier ſiel ſo tief hin⸗ ein, daß nur der Kopf desſelben aus dem Waſſer her⸗ vorragte. Das Geſchrei unſerer Fuhrleute vermehrte meine Furcht, und meine Kameraden konnten mir nicht beiſtehen. Allein meine Stunde war noch nicht gekommen. Ich litt weiter keinen Schaden, als daß ich meine Kleider und Papiere mußte trocknen laſſen.

Nicht ohne Gefahr vor den Raͤubern, welche in dieſen Gegenden rottenweiſe herum ſchwaͤrmten, ka⸗ men wir wieder auf tuͤrkiſches Gebiet, und erreichten Kars den 11. Auguſt. Wir hielten uns daſelbſt eini⸗ ge Tage auf, und ſuchten Kraͤuter. Dabei hatten wir Gelegenheit, einigen tuͤrkiſchen Vornehmen aͤrztli⸗ che Huͤlfe zu leiſten, und der Aga, welcher ſich unter denſelben befand, verſprach uns, auf unſerer weitern Reiſe ſelbſt unſer Begleiter zu ſeyn, und uns vor den Anfaͤllen der Kurden zu ſchuͤtzen. So wahr iſt es, daß