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wenn ich in die Tiefe ſehen wollte. Das Geſchrei einer großen Menge von Kraͤhen, die beſtaͤndig von einer Seite auf die andere flogen, hat ebenfalls etwas Grauenvolles. Hierauf rutſchten wir uͤber eine Stunde auf dem Nuͤcken uͤber einen gruͤnen Boden fort, der mit ganz kurzem Graſe bewachſen war. Die Nacht, und ein wiederholter Durſt, waren der kraͤftigſte An⸗ trieb, eilfertig zu ſeyn. Wenn wir auf Kieſelſteine kamen, gingen wir ruͤcklings auf allen Vieren.— So kamen wir nach und nach zu dem verfallenen Klo⸗ ſter, wo unſere Pferde waren. Noch war aber un⸗ ſer Elend nicht zu Ende. Es war kein Waſſer in der Naͤhe, und man mußte eine halbe Stunde weit in einen Abgrund ſteigen, um einiges zu holen. Dazu hatten wir nur eine einzige Flaſche, die jeder von uns auf einen Zug leerte. Bis wir alle geſaͤttiget waren, und unſer kleines Nachtmal eingenommen hatten, wurde es beinahe Mitternacht. Nun aber ſielen wir in einen tiefen Schlaf, ohne Traͤume, ohne alles Gefuͤhl, ſelbſt dem nicht, daß uns jaͤmmerlich die Muͤcken ſtachen. Trotz aller dieſer Muͤhe hatten wir wenig Ausbeute fuͤr unſere Pflanzen⸗Sammlung gemacht, jedoch den Wunſch erfuͤllt, den beruͤhmten
Ararat, ſo weit es moͤglich war, beſtiegen zu haben.
Haͤtten wir dieſes nicht verſucht, wir haͤtten uns ewig Vorwuͤrfe gemacht. Am folgenden Tag aber traten wir ſogleich unſere Ruͤckreiſe an, und ſo gelangten wir wieder in einigen 54ſtes B. Türkei. II. 2. 7


