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ben ſchmelzt, durch eine unzaͤhlige Menge von Quellen in den Abgrund kommt. Unſere armeniſchen Fuͤhrer kuͤßten die Erde, die ſie hier fuͤr heilig halten, und ſagten einige Gebete.— Wir trafen einige Huͤt⸗ ten der Hirten, welche aͤußerſt elend ſind, und die ſie von einem Orte zu dem audern tragen: denn ſie koͤnnen hier nicht laͤnger bleiben, als die gute Witte⸗ rung erlaubt. Dieſe armen Hirten fuͤrchteten ſich an⸗ fangs vor uns, wir machten ſie aber durch Geſchenke bald zutraulicher: Sie ſchauderten vor dem Gedanken, den Ararat zu beſteigen, wieſen uns jedoch die Hoͤ⸗ hen, die man noch am beſten erklettern koͤnnte, Al⸗ lein auf dieſer Seite waͤren weder Quellen, noch könnte man Speiſe und Trank dahin ſchleppen, weil man genug mit ſich ſelbſt zu thun haͤtte. Wir muß⸗ ten alſo die Vorſicht gebrauchen, etwas zu ſpeiſen, und dieſes war eine eben ſo harte Strafe fuͤr uns, daß wir eſſen ſollten, ohne einen Hunger zu haben, als die Pein groß war, daß wir tranken, ohne Durſt zu haben. Dieſes war aber ſchlechterdings noͤthig. Wir ſchickten dann unſere Pferde voraus, und befah⸗ len den Fuͤhrern, in einem oͤden Kloſter, unten in dem Abgrunde, zu warten. Man konnte auf dem Sande keinen feſten Tritt thun, weßwegen man ungleich muͤder wird, als auf dem feſten Boden. Gewiß eine luſtige Reiſe fuͤr Leute, die nichts als Waſſer in dem Magen haben, wenn ſie immer bis an die Kuoͤ⸗ cheln im Sande waden muͤſſen. Trafen wir etwas


