222„
die ſich auf dem Wege nach dem Berge Ararat be⸗ finden. Wir uͤbernachteten auch noch an dieſem Tage, zwei Stunden von Erivan, in einem armeniſchen Kloſter, Namens Nocquevit. Corvirap iſt eben⸗ falls ein armeniſches Kloſter, deſſen Kirche an einem Brunnen ſteht, in welchen der h. Hieronymus geworfen, und wunderbar erhalten worden iſt. Das Kloſter liegt auf einem Huͤgel, wo wir zum er⸗ ſten Male den Fluß Araxus ſahen. Am folgenden Tage mußten wir durch die Furth dieſes Fluſſes wan⸗ deln, was nicht ohne viele Muͤhe geſchah. Bald dar⸗ auf waren wir aber auch ſchon am Fuße des Ara⸗ rats. Nach der Gewohnheit des Landes ſpeisten wir in der Kirche eines Kloſters, das Kloſter der Apo⸗ ſtel genannt, das an dem Dorfe Acvurlon liegt. Schon am andern Morgen machten wir uns auf den Weg, um den beruͤhmteſten Berg in der Welt zu be⸗ ſteigen; es wurde uns aber recht ſchwer: denn man muß durch beweglichen Sand waden. Nur wenige Wachholder⸗Straͤuche und Bocksdorne waren hier und da ſichtbar. Darauf loͤſten ſich in einem ſchrecklichen Hohlwege alle Augenblicke Felſen los, die ein fuͤrch⸗ terliches Getoͤſe verurſachten, und die Tiger aus ih⸗ ren Lagern aufſchreckten, die hier ungeſtoͤrt hauſen. Die Hirten in der Gegend fangen ſie mit Netzen und verkaufen ſie dann nach den Hauptſtaͤdten Per⸗ ſiens.— Das Beſchwerlichſte auf dieſem Gebirge beſtehet darin, daß der Schnee, welcher auf dem ſel⸗


