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gekommen zu ſeyn glaubten. Hier ſahen wir nichts als Waͤlder von Eichen, Ahorn, Linden, Buchen ꝛc.; auch waren Birn⸗, Pflaumen⸗ und Aepfel⸗Baͤume nichts ſeltenes. Man war mit der Getreide⸗Ernte in den Thaͤlern beſchaͤftigt, und der uͤppige Weinſtock verſprach ein reichliches Ertraͤgniß.
Wir reiſten den 20. Julius die ganze Nacht, was bei den Fuhrleuten dieſes Landes ſehr gewoͤhnlich iſt, um den Boten der perſiſchen Fuͤrſten auszuweichen, welche, um ihre Reiſe deſto ſchneller fortzuſetzen, das Recht haben, alle Pferde wegzunehmen, die ſie auf den Heerſtraßen antreffen. Doch ſind hievon die Frem⸗ den ausgenommen: denn ſie glaubten, dadurch an ihnen die Rechte der Gaſtfreundſchaft zu verletzen. Die Boten muͤſſen ſo lange zu Fuß gehen, bis ſie Pferde antreffen.
Wir kamen nach Tiflis, der Hauptſtadt in Georgien. Sie liegt auf dem Abhauge eines ganz nackten Berges, in einem ſehr engen Thale, iſt ziem⸗ lich groß, und wohl bevoͤlkert. Die meiſten Haͤuſer ſind niedrig, haben wenig Licht, und ſind von Zie⸗ gelſteinen aufgebaut. In der Mitte iſt eine Citadelle; der Fluß Kur, der ſehr tief iſt, fließt von oben bis unten vorbei. In derſelben liegt der Palaſt des Fuͤr⸗ ſten. Die Gaͤrten, die Vogelhaͤuſer, der Bazar und die Baͤder ſind merkwuͤrdig, und verdienen beſucht zu werden. Zu Tiflis ſindet man auch ein italiſches Kapuziner⸗Kloſter, deſſen Moͤnchen erlaubt iſt, die


