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ten die Georgier das Geld, und wollen ihre Waare nicht verkaufen, ſondern ſie fuͤr Ringe, Glaskorallen, Nadeln, Meſſer ꝛc. vertauſchen. Die Maͤdchen glau⸗ ben viel ſchoͤner zu ſeyn, wenn ſie fuͤnf bis ſechs Halsſchnuͤre tragen, die ihnen auf die Bruſt herab haͤngen. Fuͤr eine Halsſchnur gab man uns ein gro⸗ ßes Huhn, und fuͤr Armbaͤnder eine ziemliche Portion Wein. Die Mahometaner eſſen hier Schweinefleiſch, weßwegen ſie von den Tuͤrken ſehr verachtet werden.
Die Georgierinnen haben ein geſundes Anſeben, das ſie angenehm macht. Im uͤbrigen aber ſind ſie weder ſchoͤn, noch wohl gebaut. Die Haut ihres Ge⸗ ſichtes iſt oͤfters durch die Duͤnſte des Kuhmiſtes ge⸗ raͤuchert. Man ſagte uns, daß die ſchoͤnſten Maͤd⸗ chen, ſobald ſie ſieben Jahre alt ſeyen, weggenommen wuͤrden, um in den Harem des Koͤnigs von Perſien, oder nach der Tuͤrkei geliefert zu werden. Mit die⸗ ſem Handel geben ſich oͤfters die naͤchſten Anverwand⸗ ten und Freunde des Hauſes ab. Um dieſer unauge⸗ nehmen Sache vorzubeugen, ſteckt man die Schoͤnen ſchon mit 8 Jahren in eine Art von Kloſter, weßwe⸗ gen wir die verliebten Blicke, die wir von Paris mitgebracht hatten, gar nicht anbringen konnten.
Am 141. Juli reiſten wir uͤber eine große Ebene, nachdem wir uͤber ziemlich hohe Berge, wo die Kaͤlte ſehr ſtreng war, gekommen waren. Am andern Tage aber ſetzte uns die Veraͤnderung der Landſchaft in ein ſo angenehmes Erſtaunen, daß wir in eine neue Welt


