Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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erwartete, daß wir aber ſelbſt ſo hoͤflich ſeyn wuͤrden, ihm ein Geſchenk zu machen. Wir beſchenkten den Diener mit Geld, und ſeinen Herrn mit einigen Saͤcken Kaffee. Aus Furcht, man moͤchte noch ein⸗ mal kommen, und uns mehr dergleichen Komplimente machen, entſchloſſen wir uns, bis zur Abreiſe der Ka⸗ ravane auf dem Lande zu bleiben, und Pflanzen zu ſuchen. Denn die Tuͤrken pluͤndern beſtaͤndig, beſon⸗ ders auf ihren Graͤnzen; doch muß man ihnen zum Lobe nachſagen, daß ſie gewoͤhnlich mit dem zufrieden ſind, was man ihnen gibt.

Aus Kars koͤnnte man eine der beſten Feſtungen in der Levante machen.

Den 14. Juli brachen wir eine Stunde nach Mit⸗ ternacht auf, und gegen Morgen ſchlugen wir unſer Lager bei einem großen Flecken, Namens Barguet, deſſen Kaſtell halb nieder geriſſen war. Am andern Tage kamen wir zu einem kleinen, aber betraͤchtlichen Fluſſe, der ſich in den Arpagi ergießen ſoll. Den 16. Juli reiſten wir um 4 Uhr des Morgens ab, und lagerten gegen s Uhr auf einer ſchoͤnen und großen

Wieſe, wo unſere Zelten das erſtemal auf dem Ge⸗

biete des Koͤnigs von Perſien aufgeſchlagen wurden. Wir befanden uns in Georgien. Dieſes iſt ein vortreffliches Land. Sobald man ſich auf perſiſchen Boden befindet, wird Einem alles, was zur Leibes⸗ nahrung und Nothdurft gehoͤrt, Brod, Wein, Huͤh⸗ ner, Schweine, Schafe ꝛc. angeboten. Doch verach⸗