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Kars iſt der letzte Ort in der Tuͤrkei auf der verſiſchen Graͤnze. Ganz oben in der Stadt ſteht auf einem ſteilen Felſen ein Kaſtell, das von alten Thuͤr⸗ men beſchuͤtzt wird. Hier ſind die Fremden den groͤß⸗ ten Neckereien der tuͤrkiſchen Beamten ausgeſetzt, die ſie ſchinden, ſo gut ſie koͤnnen. Wir verlangten den Paſcha zu ſprechen; ſein Chiaia aber ſagte uns auf die hoͤflichſte Art, daß alle unſere Patente keinen Werth haͤtten, und daß man uns nicht erlauben wuͤrde, weiter zu reiſen. Denn wir ſeyen wahrſchein⸗ lich Spionen des Großfuͤrſten von Moskau, weil man erfahren hatte, daß wir, unter dem Vorwande, Pflanzen zu ſuchen, Staͤdte abzeichneten, uns nach der Zahl der Truppen, und nach dem Urſprung der Fluͤſſe erkundigten. Alles dieſes verdiene in der Tuͤr⸗ kei die Strafe des Feuers: denn man koͤnne ſich un⸗ moͤglich vorſtellen, daß wir ſo weit gereiſet ſeyen, bloß um Heu zu ſammeln.
Zum Gluͤck trafen wir einen Aga des Paſcha von Erzeron, der eben angekommen war, und uns ſo⸗ gleich erkannte. Erſtaunt uͤber unſer Abentheuer, ging er zum Paſcha, und brachte uns die Nachricht zuxuͤck, daß uns alle Wege des Reiches offen ſtaͤnden. Wir dankten auf das hoͤflichſte und eilten voll Freude in unſer Lager zuruͤck. Waͤhrend wir bei Tiſche waren, kam einer der Bedienten des Aga, und ſagte uns, daß ſein Herr uns einen großen Dienſt geleiſtet haͤtte; daß er dafuͤr von uns keine Lrkenunlichkei


