Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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uns zu metamorphoſiren, in der Hoffnung, uns dann theuerer verkaufen zu koͤnnen. Indeſſen gelang uns

doch, durch die Vermittlung eines griechiſchen Bi⸗

ſchofes, etwas naͤher mit dieſem Volke bekannt zu werden. Die Curden leben in Zelten von dunkel⸗ braunem Duche, die ſie wie eine ſpaniſche Wand zu⸗ ſammen legen, und nebſt ihren Geraͤthen und Kindern auf Ochſen und Kuͤhe packen koͤnnen, die alles tragen

muͤſſen. Die Kinder ſind in der Kaͤlte faſt nackend;

ſie trinken nichts, als Eiswaſſer, oder bei dem Rauche des Kuͤhmiſtes geſottene Milch. Ihre Heerden trei⸗ ben ſie von einem Berge zum andern; bei guten Vieh⸗ weiden bleiben ſie liegen. Mit dem Anfange Oktobers aber muͤſſen ſie aufbrechen, und ſich nach Kurdiſtan oder Meſopotamien begeben. Die Mannsperſo⸗ nen ſind wohl beritten, und tragen große Sorge für ihre Pferde. Ihre Waffen beſtehen bloß aus Lanzen. Die Frauenzimmer reiten auf Pferden und Ochſen; man koͤnnte ſie fuͤr Baͤren halten. Einige haben Ringe in dem Naſen⸗Loche haͤngen. Man ſagte uns, daß dieſe Braͤute ſeyen. Sie ſind ſehr haͤßlich. Ihre Augen ſind nicht weit offen, der Mund iſt erſtaunlich weit geſpalten, die Haare ſind ſchwarz, wie Kohlen, und das Geſicht kupferig.

Der Paſcha von Erzeron uͤbergab uns vor un⸗ ſerer Abreiſe aus ſeiner Provinz ein Empfehlungs⸗ Schreiben an den Paſcha von Kats, denn wir wa⸗ ren entſchloſſen, nach Tiflis zu reiſen, und ließ