Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Dieſer Fluß ließe ſich von ſeinem Urſprunge an leicht ſchiffbar machen, um ihn bis in das ſchwarze Meer zu benuͤtzen; allein die Tuͤrken laſſen die Welt, wie ſte iſt, und die Kaufleute benutzen ſie, ſo gut ſie im⸗ mer koͤnnen.— Anſtatt den kuͤrzeſten Weg auf dem Fluſſe nehmen zu koͤnnen, muͤſſen ſie die Reiſe von Erzeron nach Alep 2s Tage zu Lande machen, wo ſie von Raͤu⸗ bern bis an die Thore der Stadt verfolgt werden. Denn um ganz Erzeron ſind die Curden, oder die Voͤlker von Curdiſtan, die von den Chaldaͤern abſtammen ſollen. Sie ſind nun von Natur Raͤuber, die keine andere Religion haben, als daß ſie ſich ſehr vor dem Teufel fuͤrchten, dem ſie alle Ehre erweiſen, damit er ihnen nichts Leids zufuͤgen moͤchte. Sie er⸗ kennen keinen Herrn uͤber ſich, und die Tuͤrken ſelbſt ſtrafen weder ihre Mordthaten, noch ihren Raub. Werden ſie gefangen, ſo muͤſfen ſie ſich los kaufen, was auf Koſten der Beraubten geſchieht. Oefters ſchleichen ſie ſich bei Nacht zu den Zelten der Kara⸗ vanen, und ziehen mit Hacken die— in Ballen ge⸗ packten Guͤter fort. Oft kommen ſie bei Tage zu den Karavanen, die ſich mit Geld wieder von ihnen los kaufen muͤſſen. Indeſſen ſind die Curden keine Menſchen⸗Freſſer; ſie laſſen es nur dabei bewenden, daß ſie ſolche ausziehen. Doch konnten wir nich. wiſſen, ob dieſen Leuten, bei denen Mode war, Ver⸗ ſchnittene zu machen, nicht die Luſt ankommen koͤnnte