Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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waͤrmer und mit Ueberfluß in allen Dingen geſeg⸗ net iſt.

Die Stadt Erzeron hat mehr zu bedeuten, als Drebiſonde; ſie iſt mit doppelten Mauern umge⸗ ben, die mit Thuͤrmen verſehen ſind. Die Graͤben ſind weder tief, noch wohl unterhalten. Der Janit⸗ ſcharen⸗Aga bewohnt eine Art eines Forts, das auf einem erhabenen Orte der Stadt ſteht. Wenn der Paſcha, oder die vornehmſten Perſonen des Landes in dieſes Haus kommen, ſo geſchieht es bloß, daß ſie ihre Koͤpfe dort laſſen.— Alle Tuͤrken zu Erzeron ſind Janitſcharen, welche den Aga bezahlen, daß er ſie als ſolche annimmt. Sie duͤrfen dann alle Grob⸗ heiten ausuͤben. Die Griechen ſind faſt alle Kupfer⸗ ſchmiede, und wohnen in der Vorſtadt. Das Kupfer wird aus den benachbarten Gebirgen dahin gebracht. Sie ſchmieden Tag und Nacht, ohne Unterlaß.

Ueber Erzeron fuͤhren alle Handels⸗Straßen nach Indienz; auch iſt daſelbſt die Niederlage aller Kaufmanns⸗Waaren. Die Tuͤrken fordern von jedem Fremden Kopfſteuer, die ſehr willkuͤhrlich iſt. Dieſer, ſagen ſie, muß 10 Thaler wegen ſeiner guten Ge⸗ ſichtsbildung zahlen; ein Haͤßlicher kommt oft um⸗ ſonſt durch; doch werden ſie gewoͤhnlich erbaͤrmlich geſchunden.

Gegen Morgen von Erteron ſind Gebirge, ſo hoch, wie unſere Alpen, und mit ewigem Schnee be⸗ deckt. Darin entſpringen die Quellen des Euphrats.