Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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lich große Stadt, die an dem Fuße eines Huͤgels, an dem Ufer des Meeres, zwiſchen zwei ſehr ſteilen Fel⸗ ſen liegt. In der Umgegend wachſen die Kirſchbaͤume fuͤr ſich ſelbſt, und dieſe ſollen von der genannten Stadt ihren Namen erhalten haben.

Drei Meilen von Tripoli, einem Dorfe, leg⸗ ten wir uns bei der Muͤndung eines kleinen Fluſſes vor Anker. Ehehin gab es in dieſer Gegend Kupfer⸗ Bergwerke, und man findet daſelbſt noch Spuren von dieſem Metalle.— Unſer naͤchſtes Lager ſchlugen wir an einer Waſſermuͤhle, bei Trebiſonde auf. Dieſe Stadt iſt in der Geſchichte ſehr beruͤhmt: denn ſie war einſt der Sitz der vertriebenen, griechiſchen Kai⸗

ſer. Die ganze Gegend um Trebiſonde iſt mit ei⸗

ner Pflanze bedeckt, welche zwar gerne von den Bie⸗ nen, die es dort haͤufig gibt, beſucht wird, allein wo⸗ von der Honig gleichſam vergiftet wird. Als die Ar⸗ mee der 10,000 Griechen nach Trebiſonde kam, lie⸗ ßen ſie ſich dieſen Honig wohl ſchmecken, wurden aber mit heftigem Erbrechen befallen, nach welchem eine Art Tollheit folgte. Ueberall ſah man auf der Erde, wie nach einer Schlacht, Koͤrper liegen. Indeſſen ſtarb doch kein Menſch, und das Uebel ließ am fol⸗ genden Tage, faſt in der naͤmlichen Stunde, wie⸗ der nach.

Der letzte trebiſondiſche Kaiſer iſt von einem Stoße geſtorben, den ihm ſein Beſieger Maho⸗ met II. gegeben hat.