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ten wir uns zu Land auf den Weg, und erreichten am 20. Mai die genannte Stadt.
Sinope nimmt die Landenge einer Halbinſel ein, und endiget ſich mit einem Vorgebirge. Die Stadt hat zwei ſehr gute Haͤfen. Außer den Tauen und Schiffſeilen, welche nach Konſtantinopel ver⸗ fahren werden, handelt man hier bloß mit Schiff⸗ Theer und eingeſalzenen Fiſchen, Makerelen und Pa⸗ lamiden. Die Theer bekommen ſie von den Delphi⸗ nen und Seekaͤlbern. Man muͤßte zwei Flotten ha⸗ ben, um die Stadt zu belagern. Es befinden ſich dar⸗ in wenige Janitſcharen, und man duldet keine Ju⸗ den. Die Griechen, gegen welche die Tuͤrken ſehr mißtrauiſch ſind, muͤſſen in einer offenen Vorſtadt wohnen. Wir, die wir fuͤr unheilig gehalten wurden, mußten bei ihnen wohnen.— Sinope iſt der Ge⸗ burtsort des beruͤhmten Philoſophen Diogen es, des Cynikers.
Wir hatten ſchlimme Witterung, als wir weiter reiſten und Carora erreichten. Wir lagerten am Strande der Inſel, welche von dem Fluſſe Halys gebildet wird. Die Kuͤſten von Sinope bis nach Bithynien ſind mit Baͤumen bedeckt, deren Holz zum Schiffsbau tauglich iſt. Die Felder ſind mit Oli⸗ ven⸗Baͤumen beſetzt, und aus Ahorn⸗ und Nußbaum⸗ holz werden die ſchoͤnſten Geraͤthſchaften verfertiget und weit und breit verfuͤhrt.


