Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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da ſie kaum wiſſen, daß eine Spitze des See⸗Kompaſ⸗

ſes gerichtet ſey, ſo wiſſen ſie auch ſchon nicht mehr, wo ſie ſind, ſobald ſie das feſte Land aus dem Ge⸗ ſichte verloren haben. Die Tuͤrken haben ſeit Jahr⸗ hunderten nichts gethan, als daß ſie den Namen des ſchwarzen Meeres in ihre Sprache uͤberſetzten.

Wir nahmen am 13. April von Konſtantino⸗ pel Abſchied, und uͤbernachteten noch an dieſem Tage zu Ortacui, an dem Kanal des ſchwarzen Meeres, in dem Serail des Mahomet⸗Bey, eines Pagen des Großherrn. Am 26. April erſchien der Paſcha,

Numan Cuperli, mit acht großen Fahrzeugen, auf welchen ein Theil ſeines Hauſes ſich befand. Das Schiff, auf welchem das Frauenzimmer ſich befand, war ſo wohl bedeckt und mit ſo engen, hoͤlzernen Ei⸗ ferſucht⸗Laͤden verſehen, daß ſie kaum Athem holen konnten. Der Paſcha hatte Niemand als ſeine Mut⸗ ter, ſeine Gemahlin, eine von ſeinen Toͤchtern, ſechs Sklavinnen und einige Verſchnittene bei ſich. Wir mußten mit unſerem Fahrzeuge weit hinter den ſeini⸗ gen bleiben, und es war umſonſt, unſeren Matroſen zu ſagen, daß ſie eilen ſollten. Wahrſcheinlich waren ſie dazu beauftragt, um die Ehrerbietung gegen den Paſcha von 3 Roßſchweifen nicht zu verletzen. In⸗ zwiſchen hatten wir unſer Schiff um eben den Preis, wie der Paſcha die ſeinigen gemiethet. Um unſere Reiſe in Friede fortzuſetzen, mußten wir uns die Sit⸗ ten der Tuͤrken gefallen laſſen. Nach einer Fahrt von