Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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s Meilen liefen wir in der Muͤndung des Fluſſes Riva ein. Wir lagerten an dem Waſſer auf ſehr ſumpfigten Wieſen, mußten aber unſer Zelt ziemlich weit von jenem der Muſelmaͤnner aufſchlagen, um thnen alle moͤgliche Fretheit zur Reinigung zu laſſen. Zu dem Ende wurden kleine Kabinette von Tuch auf⸗ gerichtet, in welchen gerade ſo viel Raum war, daß eine Perſon ſich baden konnte. Das Zelt des Paſcha ſtand in einem duͤnnen Waͤldchen, und das Gemach des Frauenzimmers war nicht weit davon entfernt, aber mit Graͤben umgeben. Um dieſelben konnten ſie gehen, ohne geſehen zu werden, weil ſie mit einer Leinen⸗Wand eingefaßt waren. Die Aufſicht war eini⸗ gen ſchwarzen Verſchnittenen anvertraut, welche die haͤßlichſten Grimaſſen machten, und die Augen ganz abſcheulich verdrehten, wenn ich die Tochter des Pa⸗ ſcha beſuchte, die mit einem beſchwerlichen Huſten geplagt war. Wenn die Frauenzimmer an das Land ſteigen, werden alle Mannsperſonen ſehr grob auf die Seite geſchafft. Man umſchlingt hierauf jede Dame mit fuͤnf bis ſechs Decken, und traͤgt ſie wie Kauf⸗

manns⸗Waare an das Geſtade, indeſſen die Verſchnit⸗

tenen ohne Unterlaß drohen, und ſchreien, wenn man auch noch ſo weit entfernt iſt. Am 20. April fuhr unſere Flotte an der Kuͤſte

hin, und wir legten uns zu Kilia vor Anker. Die

Tuͤrken ſtiegen an das Land, um ihr Gebet zu verrich⸗ ten. Ein guter Suͤd⸗Weſt⸗Wind brachte uns zum