Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Schuͤſſel voll Kirſchen vor. Dieſelben ſchmeckten dem Sultan ſo wohl, daß er die Moͤnche von der Kopf⸗ ſteuer frei machte, und ihnen bloß befahl, alle Jahre eine Laſt Kirſchen in das Serail zu bringen.— Die alten Thrazier wohnten in jenen fuͤrchterlichen Hoͤhlen, welche an der Meerenge linker Hand ſind. Man hoͤrt daſelbſt im Vorbeigehen ein entſetzliches Echo, das manchmal wie Kanonen⸗Donner lautet, be⸗ ſonders von der Seite jenes Kloſters.— Am Ende des ſaroniſchen Meerbuſens ſieht man noch den Stein der Gerechtigkeit. Dieſer ſieht von Ferne einem Tannenzapfen aͤhnlich, und iſt durchloͤchert· Zwei Kaufleute wollten auf das ſchwarze Meer ſegeln, und legten eine Summe Geldes in das Loch dieſes Steines, mit dem Verſprechen, daß es keiner ohne den andern wieder anruͤhren wollte. Einer von ihnen kam kurze Zeit hernach ganz allein dahin, um das Geld abzuholen. Allein der Stein gab das Geld nicht mehr her.— Die Seeleute ſind zur Erdichtung ſol⸗ cher Maͤhrchen ſehr aufgelegt, beſonders wenn Wind⸗ ſtille iſt, und ſie nichts zu thun haben.

II. Um ſich der Schifffahrt auf dem ſchwarzen Meere zu verſichern, wuͤrde iede andere Nation, die Tuͤrken ausgenommen, bedacht ſeyn, ſich gute Steuer⸗ maͤnner zu ziehen, die Haͤfen auszubeſſern, Wehren zu bauen und gute Magazine anzulegen. Allein dazu fehlt ihnen das noͤthige Geſchicke. Die Griechen und die Tuͤrken koͤnnen die See⸗Karten nicht benutzen, und