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Der Gebrauch des Opiums iſt bei den Moͤnchen viel gemeiner, als bei andern Tuͤrken. Dieſe Waare, welche andern Leuten, nur wenig genoßen, ein Gift iſt, und ihnen den Tod bringen wuͤrde, macht die Dervis, welche ſolche Unzenweiſe auf einmal eſſen, anfangs eben ſo froͤhlich, als Leute zu ſeyn pflegen, die ein Glas Wein getrunken haben. Auf dieſe Froͤh⸗ lichkeit folgt eine ſtille Wuth, die man fuͤr Begeize⸗ rung zu halten pflegt, wenn man davon nicht die Urſache weiß. Es ſind aber die vornehmſten Uebungen dieſer Moͤnche, am Dienſtag und Freitag zu tanzen.
Sind die Kuͤrken gleich ſo ungluͤcklich, daß ſie die Gottheit Jeſu nicht glauben, ſo halten ſie ihn doch fuͤr einen großen Freund Gottes, und fuͤr einen großen Vorbitter bei dem Herrn. Sie halten uns nur deßwegen fuͤr Unglaͤubige, weil wir Mahomer fuͤr keinen Propheten halten, der gekommen ſey, um ein neueres, der verderbten Menſchen⸗Natur ange⸗ meſſenes Geſetz zu verkuͤndigen.
Dritter Theil.
I. Der franzoͤſiſche Geſandte machte uns den Vorſchlag, eine Reiſe nach Trebiſonde zu machen, und die Abreiſe des Numan Cuperli, des Paſcha von Erxceron zu benutzen, welcher uͤber das ſchwarze Meer reiſen wollte. Der Geſandte empfahl uns dem


