196 Paſcha, und dieſem war es angenehm, Aerzte in ſei⸗ nem Gefolge zu haben.
Der Kanal des ſchwarzen Meeres, oder der thra⸗ ziſche Bosphorus fangt eigentlich bei der Spitze des Serails von Konſtantinopel an, und endiget ſich gegen die Saͤule des Pompejus. Er lauft keines⸗ wegs in gerader Linie fort. Seine Muͤndung hat die Geſtalt eines Trichters. Bis an die neuen Schloͤſſer rechnet man drei Meilen. Das Schloß in Aſien ſteht auf einem Vorgebirge, wo ehemals ein Tempel des Jupiters ſtand. Das Schloß in Europa ſteht auf einem gegenuͤber liegenden Vorgebirge, wo einſt ein Tempel des Serapis ſtand. Zwiſchen bei⸗ den betraͤgt die Breite des Kanals eine(franioͤſiſche) Meile, an andern Orten anderthalb oder zwei Meilen. Der engſte Ort befindet ſich zwiſchen den alten Schloͤſ⸗ ſern, wo der Kanal uͤber 800 Schritte breit iſt. Das Waſſer des ſchwarzen Meeres faͤllt ziemlich ſchnell ein, und bei einem Nordwinde iſt die Schnelligkeit zwi⸗ ſchen beiden Schloͤſſern ſo groß, daß kein Schiff aus⸗ halten kann, und daß ein— dem Strom entgegenſte⸗ hender Wind noͤthig iſt, um ſie hinauf zu bringen. Das ſchwarze Meer hat eine ungeheure Menge Waſ⸗ ſers: denn es empfaͤngt mehr Fluͤſſe, aus Europa und Aſien, als das mittellaͤndiſche.— So ſchnell der Bosphorus iſt, ſo gefriert doch das Waſſer deſſelben in ſehr ſtrengen Wintern. Im J. 404 unter


