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die Geiſtlichen ihre Glaͤubiger rufen, und ermahnen ſie, die Schuldverſchreibung unter das Kopfkiſſen des Sterbenden zu legen. Dieienigen, welche auf dieſe Art ihre Schuld nicht vergeben wollen, werden fuͤr unehrliche Leute erklaͤrt.
Die Muhametaner ſtellen ſich den Himmel als einen reizenden Ort vor, wo. Milch, Honig und Wein fließt, der aber nicht berauſcht. Die vollkom⸗ menſten Schoͤnheiten ſpatzieren dort, die weder zu gutwillig, noch zu grauſam ſind. Ihre Augen ſind ſo groß wie Eier; ſie richten ſolche ſtets auf die Maͤnner. die ſie bis zum Unſinne lieb haben. Die Jungfrauen ſind hier ganz rein; man weiß dort nichts von Frauen⸗ Krankheiten.
In die Hoͤlle traͤumen ſie ſich ein verzehrendes Feuer. Die Verdammten muͤſſen unertraͤglichen Durſt ausſtehen. Um ihr Elend auf den hoͤchſten Grad zu ſteigern, gibt man ihnen dort auch keine Weiber.
Die Tuͤrken begraben ihre meiſten Todten an den Heerſtraßen, damit ihnen die Voruͤbergehenden Gutes wuͤnſchen ſollen. Ihre Kirchhoͤfe ſelbſt aber beſuchen ſie fleißig; dieſe ſind von einem ungeheuer großem umfange: denn ſie legen nie zwei Perſonen in eine Grube. Der Boden davon, wenn man ihn anbauen wollte, wuͤrde ſo viel Getreide tragen, daß die große Stadt Konſtantinopel ein halbes Jahr davon le⸗ ben koͤnnte.


