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er ein Muſelmann wird und ſie heirathet. Sonſt aber wird er ſelbſt zum Tode verurtheilt.
Der Turban der Tuͤrken beſteht aus zwei Stuͤcken, aus einer Muͤtze und dem weißen Bunde oder der Leinwand, die herum geht. Sie haben keine Taſchen; alles tragen ſie in ihrem Guͤrtel. Es gehoͤrt eire ei⸗ gene Fertigkeit dazu, den Turbans ein gutes Anſehen zu geben, daher es in der Tuͤrkei ein ordentliches Hand⸗ werk iſt, wie bei uns das Hut⸗Staffiren. Die Emirs, welche ſich ruͤhmen, von dem Geſchlechte Mahomets zu ſtammen, tragen einen ganz gruͤnen Turban; die andern einen rothen mit weißem Bunde.
Die Tuͤrken kuͤſſen den Rockzipfel vornehmer Per⸗
ſonen, welchen ſie ihre Ehreibietung beweiſen wollen.
Bei gemeinen Beſuchen legt man blos die Hand auf das Herz. Man ſetzt ſich mit kreutzweis uͤbereinander geſchlagenen Fuͤßen auf das Sopha, praͤſentirt ſchoͤne, voͤllig angezuͤndete Pfeifen, deren Rohre drei Schuh lang ſind, folglich keinen andern, als milden Rauch in den Mund kommen laſſen. Uebrigens wird in der Le⸗ vante der beſte Taback geſchmaucht; die Tuͤrken mi⸗ ſchen oft noch Rauchwerk unter, wodurch er aber ver⸗ dorben wird. Neben dem Taback wird auch mit Kaf⸗ fee und Sorbet aufgewartet. Der Kaffee iſt vortreff⸗ lich; jedoch miſchen ſie keinen Zucker ein, um ſeinen natuͤrlichen Geſchmack nicht zu verderben. Standes⸗ Perſonen werden auch mit Nauchwerk bedient, Ein Sklave zuͤndet unter ihrer Naſe Gewuͤrz an, da in⸗


