Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Teſtament frei gemacht werden. Erweiſet ihnen der

Vater dieſe Gnade nicht, ſo bleiben ſie Sklaven und fallen dem Aelteſten der Familie zu,

Die tuͤrkiſchen Weiber ſind, nach dem Berichte der Chriſtinnen, welche ſie in den Baͤdern mit aller Freiheit ſehen koͤnnen, gewoͤhnlich ſchoͤn und wohlge⸗ baut. Sie haben eine zarte Haut, regelmaͤßige Zuͤge,— einen bewunderungswuͤrdigen Hals, und faſt alle ſchwar⸗ ze Augen. Man trifft viele unter ihnen an, die voll⸗ kommene Schoͤnheiten ſind. Ihre Kleidung iſt zwar ihrem Wuchſe nicht guͤnſtig; allein die Tuͤrken halten nur diejenigen Weiber fuͤr die ſchoͤnſten, welche die groͤßten ſind. Ihr Buſen iſt unter dem Oberrocke voͤllig blos; ſie kerkern ihren Leib nicht in Schnuͤrbruͤſte ein. Ihre Reinlichkeit iſt auſſerordentlich; ſie koͤnnen nicht das kleinſte Haar und nicht den geringſten Schmutz an ihrem Koͤrper ertragen. Naͤgel und Au⸗ genbraunen faͤrben ſie. Es fehlt ihnen weder an Ver⸗ ſtand, noch an Lebhaftigkeit und Faͤrtlichkeit. Die Liebe macht ſie ſehr ſinnreich; zu Schaͤferſtunden, zu welchen die juͤdiſchen Sklavinnen mit verkleideten Juͤnglingen ihnen Gelegenheit geben, benuͤtzen ſie gewoͤhnlich die Stunde des Morgen⸗ und Abend⸗

Gebetes. Es wird aber der Ehebruch auf das ſtrengſte

beſtraft. Frauenzimmer, auf neuer That ergriffen, werden in einen mit Steinen angefuͤllten Sack geſteckt und ertraͤnkt. Iſt ihr Liebhaber ein Chriſt, ſo kann er ſie von dieſem naſſen Elemente dadurch befreien, wenn