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Inwendig iſt an der Wand eine breite Bank befeſtiget, auf welcher man kocht, ißt und ſchlaͤft. An der Thuͤre dieſer Gaſthoͤfe kann man Brod, Huͤhner, Eier, Fruͤchte, manchmal auch Wein zu kaufen haben. Die Gaſthoͤfe in den Staͤdten ſind viel reinlicher und beſſer gebaut. Sie ſehen wie die Kloͤſter aus. Den beſten Wein kauft man bei den Juden; den ſchlechteſten bei den Griechen. In den Doͤrfern trifft man an den Thuͤren der Haͤufer Kruͤge mit Waſſer an, und fromme Mu⸗ ſelmaͤnner beſchaͤftigen ſich ſehr oft damit, die Ermuͤ⸗ deten zu erquicken. Der Geiſt der Wohlthaͤtigkeit herrſcht ſo allgemein unter den Tuͤrken, daß ſelbſt die Bettler ihr Ueberfluͤſſiges Andern geben.— Aber bei aller Wohlthaͤtigkeit dulden die Tuͤrken keine Hunde in ihren Haͤuſern. Zur Peſtzeit toͤdten ſie alle, die ſie antreffen, weil ſie ſelbe fuͤr unreine Thiere halten, welche die Luft anſtecken. Im Gegentheile ſind ſie große Liebhaber der Katzen. Mahomet ſoll ſeine Katze ſo geliebt haben, daß er lieber den Aermel von ſeinem Rocke wegſchnitt, auf welchem ſie ſchlief, um ſie nicht aufzuwecken, da er weggehen und mit Jeman⸗ den reden mußte, Die Tuͤrken glauben ein Werk der Liebe zu leiſten, wenn ſie einen Vogel in einem Kaͤ⸗ ſige kaufen, in der Abſicht, ihm wieder die Freiheit zu geben, indeſſen ſie ſich kein Gewiſſen machen, ihre Weiber einzuſperren, und die Chriſten als Sklaven mit Ketten zu belegen. Wer ſolche Voͤgel faͤngt, glaubt gleichfalls ein gutes Werk zu thun, weil dadurch dem


