Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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171.

die Balken aus ihren Haͤuſern, und machten Schiffe; aus den Haaren ihrer Weiber machten ſie Seile Sie warfen alle Statuen in die Laufgraben der Feinde, und nachdem ſie alles Leder aufgezehrt, aßen ſie ein⸗ ander ſelbſt auf.

Die Tuͤrken koͤnnten ſich, wenn ſie ſich auf die Schiffarth verlegten, ſehr furchtbar machen: denn ſie haben die ſchoͤnſten Seehaͤfen im Mittelmeere. Durch die Haͤfen des rothen Meeres koͤnnten ſie die Herren des ganzen orientaliſchen Handels ſeyn. Allein ſie bleiben lieber zu Hauſe, und halten fuͤr ihr groͤßtes Gluͤck, daß alle Nationen zu ihnen kommen.

Der Haupteingang des Serails beſteht aus einem großen Pavillon mit s offenen Fenſtern uͤber dem Thore. Von dieſer Pforte hat das ottomanniſche Reich ſeinen Namen erhalten. Doch ſieht ſie mehr einem Wachhauſe, als dem Eingang zum Palaſte des maͤch⸗ tigſten Herrn der Welt gleich. Auf dem Dachwerke ſtehen zwei kleine Thuͤrme; so Thuͤrhuͤter halten Wa⸗ che, aber blos mit einem Stecken in der Hand.

In den erſten Hof des Serails darf jedermann kommen. Die Diener warten hier auf ihre Herren, und geben auf die Pferde Acht. Es herrſcht aber das

groͤßte Stillſchweigen, und wer ſolches brechen wollte,

wuͤrde ſogleich mit einer Dracht Schlaͤge beehrt wer⸗

den. Ja ſogar die Pferde ſcheinen zu wiſſen, daß ſſie

hier leiſe auftreten muͤſſen. 13lt n Die Kranken des Palaſtes werden in einem eige⸗