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nen Gebaͤude auf das Sorgfaͤltigſte gepflegt. Man ſagt, daß darin gar viele ſich aufhalten, denen wenig fehlt, nicht allein um auszuruhen, ſondern auch, um ſich Wein holen zu laſſen. Ergreift ihn aber der Verſchnittene, ſo ſchuͤttet er ihn auf die Erde, und gibt dem Ueber⸗ bringer 300 Stockſchlaͤge.
Ayra⸗Serai, oder das Serail der Spiegel, iſt nicht groß von Umfang; die tuͤrkiſchen Bogenſchuͤtzen pflegen ſich allda zu uͤben. Nicht weit davon iſt eine Art von Predigtſtuhl, wo die Tuͤrken am Abende vor einer großen Schlacht prozeſſionsweiſe ſich einfinden, um fuͤr die Armen zu beten. Auch bittet man da bis⸗ weilen Gott, daß er die Peſt moͤge aufhoͤren laſſen; doch geſchieht dieſes nur nach auſſerordentlichen Ver⸗ wuͤſtungen..
v. Die Vorſtadt Galata liegt dem Serail ge,
rade gegenuͤber. In derſelben wohnen meiſtens Chri⸗ Ben. Darin ſind mehrere Kirchen, ein Dominikaner⸗ und ein Kapuziner⸗Kloſter. Die Franziskaner haben ihre Kirche verloren, weil ſie nicht das ordentlichſte Leben fuͤhrten. Man verkaufte bei ihnen Wein und Brandwein; eine Handelſchaft, welche die Tuͤrken vor allen andern verabſcheuen. Doch werden in Galata Wirthshaͤuſer geduldet, und ſelbſt Tuͤrken begeben ſich dahin, um Wein zu trinken. Auch Gaſthoͤfe fuͤr Fremde ſind daſelbſt, in denen man wohl bewirthet wird. Pera iſt gleichſam die Vorſtadt von Galata, und wird oͤfter mit eben dem Namen belegt. Die Lage


