einer ſehr dunklen Nacht an einer Miene haben arbei⸗ ten laſſen. Zum Gluͤck fuͤr die Belagerten kam der Mond zum Vorſchein, und vereitelte dieſes Vorhaben. Aus Dankbarkeit richteten dann die Einwohner eine Bildſaͤule mit dem Halbmonde auf. Die Tuͤrken ha⸗ ben ſpaͤter den halben Mond nur beibehalten, den ſie ſchon an verſchiedenen Orten der aͤlteſten Gebaͤude an⸗ trafen.
Zur Unterhaltung der Moſcheen werden ſo anſehn⸗ liche Summen erfordert, daß dazu kaum der dritte Theil der Einküͤnfte des Reiches hinlaͤnglich iſt. Der Groß⸗ berr bezahlt fuͤr den Boden, auf welchem das Serail ſteht, alle Tage tauſend und einen Aspen. Die Doͤr⸗ fer, deren Einkuͤnfte den koͤniglichen Moſcheen gehoͤ⸗ ren, haben große Freiheiten; ſie ſind von Kriegsdien⸗ ſten und von der Unterdruͤckung der Paſchas frei. In der Moſchee Ejoup wirnd der Sultan gekroͤntz dieſe Ceremonie iſt ſehr kurz. Der Kaiſer ſteigt auf einen erhabenen Ort aus Marmor, wo ihm der Mufti den Saͤbel an die Seite haͤngt; denn man iſt der Meinung, daß dieſer ihn zum Herrn der Welt mache.
Der Hafen von Konſtantinopell kann nicht genug bewundert werden. Er iſt ganz Ankergrund. Zur Zeit, als der Kaiſer Severus Byzzanz bela⸗ gerte, erwarben ſich die Einwohner großen Ruhm. Ihre Taucher kappten die Anker der feindlichen Schiffe ab, und machten dieſe an Seile feſt, mit welchen ſie ſolche ziehen konnten, wohin ſie wollten. Sie nahmen


