Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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das Land ſteigt; Konſtantinopel mit dieſen praͤchtigen Gebaͤuden iſt mit jenen beruͤhmten Tempein in Aegype⸗ d ten zu vergleichen, in denen man nichts, als Croco⸗— dille, Ratten, Lauch und Zwiebeln antraf, welche die Goͤtzendiener als ihre Gottheiten verehrten. Die mei⸗ ſten Haͤuſer ſind aus Holz und Lehm gebaut; daher auch das Feuer Tauſende derſelben in einem Tage ver⸗ zehren kann. Die Soldaten legen oͤfters Feuer ein, wenn ſie gerne Beute machen moͤchten; auch die Tuͤr⸗ ken zuͤnden ihre Haͤuſer manchmal an, wenn ſie auf ihren Betten Taback rauchen. Wenn zwei bis drei tauſend Haͤuſer abbrennen, ſo wird dieſes fuͤr eine Klei⸗ nigkeit gehalten. Viele Haͤuſer werden ausgepluͤndert und niedergeriſſen, ungeachtet das Feuer noch 200 Schritte davon entfernt iſt. Man kennt ſonſt faſt kein Mittel, das Feuer zu loͤſchen.

Die Luͤrken ſind nicht wuͤrdig zu leben; ſie koͤn⸗ nen ganz gelaſſen an einem Tage fuͤnf bis ſechs hun⸗ dert Perſonen an der Peſt ſterben ſehen, ohne auf Mit⸗ tel zu denken, wie man dieſelbe bekaͤmpfen koͤnnte. Erſt wenn des Tages zwoͤlf hundert Menſchen ſterben, fangen ſie ihre Prozeſſionen an.

Eine andere Plage ſind die Leventis, Soldaten die auf den Galeeren dienen. Mit ihren kurzen Saͤ⸗ beln in der Hand, uͤberlaufen ſie die Leute, und ma⸗ chen ſolche Grimmaſſen, daß ſie Jedermann in Furcht ſetzen. Es iſt dem Fremden erlaubt, ſich wider ſie zur Wehr zu ſetzen. Ungeachtet die tapferſten Muſelmaͤn⸗