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viel, in der Abſicht, zu gefallen. Denn ſeitdem ein Kaufmann von Marſeille ein Maͤdchen aus Pat⸗ mos ihrer Schoͤnheit wegen geheirathet hatte, bilden ſie ſich ein, daß alle Fremden, welche auf ihre Inſel kommen, gleiche Abſichten hegten. Sie ſahen uns fuͤr ſehr ſonderbare Leute an, und bezeugten ein gro⸗ bes Erſtaunen, als ſie hoͤrten, daß wir die Reiſe zu ihnen bloß darum unternommen haͤtten, um Pflanzen zu ſuchen. Denn ſie hatten ſich bei unſerer Ankunft in den Kopf geſetzt, daß wir wenigſtens ein Dutzend Frauenzimmer von ihnen mit nach Frankreich nehmen wuͤrden. Von der alten Pracht findet man auf der Inſel keine Ueberbleibſel mehr. Nur bei dem Hafen de la Seala findet man noch einige Truͤmmer von marmornen Saͤulen. Das Haus, welches man Apo⸗ calypſis nennt, iſt eine armſelige Einſiedelei, die zu dem großen Kloſter St. Johannis gehoͤrt. Man glaubt, dieſes ſey der Ort geweſen, wo Johannes ſeine Offenbarungen geſchrieben hat. Die Einſiedelei ſteht auf einer Anhoͤhe; durch einen ſehr engen Gang kommt man in die Kapelle, die nur 8 Schritte lang und gegen s breit iſt. Das Gewoͤlbe iſt etwas gothiſch. Man ieigt den Fremden in dem Felſen einen Ritz, wo⸗ durch der h. Geiſt mit dem Evangeliſten geredet haben foll. Der Superior gab uns einige Stuͤcke dieſes Fel⸗ ſen, welche verſchiedene Krankheiten heilen ſollten. Ich hingegen gab ihm einige Pillen gegen das Fieber, von dem er ſehr lange ſchon geplagt wurde. 34ſtes B. Türkei. II. 2. 3


