Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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160 Schaden angerichtet. Er riß Daͤcher, Terraſſen und Haͤuſer ein, waͤhrend das Meer gleichſam im Feuer ſtund. Dabei donnerte es auf die fuͤrchterlichſte Weiſe. Da das Kloſter feſt gebaut war, ſo waren wir vor dem Sturme ſicher. Wir trafen einen Religioſen, der 120 Jahre alt war, ſich noch immer mit Holz faͤllen und mit Beſorgung der Muͤhle beſchaͤftigte. Man ſagte uns, er habe in ſeinem Leben nichts als Wein und Branntwein getrunken.

Zu Patino(Patmos) legten wir im Hafen de la Seala vor Anker. Dieſer iſt einer der ſchoͤnſten See⸗ haͤfen auf dem Archipel. Der Hafen Gricou iſt eben⸗ falls vortrefflich, wie viele andere dieſer Inſel, welche dadurch beruͤhmt iſt. Die Einwohner ſind eben nicht

die gluͤcklichſten. Die Korſaren haben ſie genoͤthiget, die Stadt zu verlaſſen, welche an dem Hafen ſtand, und ſich drei Meilen weit in das Gebirge, das um das Johannis⸗Kloſter liegt, zuruͤck zu ziehen. Das Kloſter iſt gleichſam eine Citadelle, mit verſchiedenen, unregelmaͤßigen Thuͤrmen. Es iſt ſehr dauerhaft ge⸗ baut, und ſteht auf einem ſehr hohen Felſen. Die Inſel Patmos iſt eine von den abſcheulichſten Klip⸗ pen auf dem Archipel, liegt frei, hat keine Waldun⸗ gen, und iſt ſehr trocken. Der St. Elias⸗Berg iſt der hoͤchſte. Man findet zu Patmos nicht viel uͤber zoo Einwohner; und man darf immer 20 Weibs⸗ perſonen gegen einen Mann rechnen. Die erſteren ſind von Natur ziemlich artig; allein ſie ſchminken ſich zu

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