157 und werden von den Tuͤrken nicht mißhandelt. Die Weiber ſind ſchmutzig, uͤbel gebaut, und wechſeln die Waͤſche alle Monate nur einmal.— Die Mus⸗ katen⸗Trauben ſind die beſten und ſchoͤnſten Fruͤchte der Inſel. Der Wein davon iſt dunkel, und wuͤrde ſehr gut ſeyn, wenn ſich die Griechen uͤberwinden koͤunten, kein Waſſer einzumiſchen. Die Fichten auf der noͤrdlichen Seite geben viel Pech. Wegen der großen Menge von Eichen, mit welchen die Inſel ehe⸗ hin bedeckt war, gab man ihr den Namen Eichen⸗ Inſel. Wachs und Honig ſind vortrefflich; die Seide ſehr ſchoͤn. Man findet große Viehheerden; doch wer⸗ den mehr Ziegen, als Schafe gezogen. Das Wild und das Gefluͤgel iſt vortrefflich. Die Rebhuͤhner faͤngt man an den Ufern der Baͤche, wohin ſie haufenweiſe kommen, um ihren Durſt zu ſtillen. Woͤlfe, Chacals und Diger ſind hier nicht ungewoͤhnlich. Sie ſchwim⸗ men von der afrikaniſchen Kuͤſte her. Die Pferde und Mauleſel ſind nicht ſchoͤn, laufen aber ſehr ſchnell. Auch gibt es auf Samos Eiſen⸗Bergwerke, und der Erdboden iſt roſtfarbig. Man koͤnnte vielleicht treffli⸗ che Geſchirre daraus machen. Auch ſollen die Sa⸗ mier die erſten Toͤpfer geweſen ſeyn. Die Gebirge beſtehen aus weißem Marmor. Die Inſel hat meh⸗ rere Haͤfen, von welchen der zu Vati der beſte, der Hafen Seitan aber der ſchlechteſte iſt. Die Truͤmmer der alten Stadt Samos erſtrecken ſich vom Hafen Tigani bis zu dem Fluſſe, an welchem ein Tempel
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