Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

156 dann zermalmt und als Mehl am Rande des Steines geſammelt wird. Das davon gebackene Brod hat ei⸗ nen viel beſſern Geſchmack, als dasjenige, welches man auf Wind⸗ oder Waſſer⸗Muͤhlen bereitet.

III. Nach Samos kamen wir auf einem Schiffe des Kapitaͤn Dubois, welcher auf der Kuͤſte von Aſien tuͤrkiſche Pilgrimme zuſammen ſammelte, um ſie nach Alex andria zu fuͤhren, wo ſie nach Mecea gehen. Der Berg Myecale iſt der hoͤchſte auf der Inſel, hat viele Waldungen und viel Wild. Auf den Kuͤſten ſtreifen Raͤuber bandenweiſe herum. Ganz nahe bei der alten Stadt Samos liegt das Dorf Cora. Die Luft iſt heute wegen der Waſſer, die jetzt auf der Ebene ſtehen bleiben, ehehin aber in das Meer liefen, ſehr ungeſund. Doch waͤſſert man damit die Felder. Zu der Zeit, da Griechenlands Zuſtand noch bluͤhend war, war dieſe Inſel ſehr volkreich, und wohl angebaut. Man findet noch auf den Spitzen der Berge lange Mauern, welche zur Befeſtigung des Bodens dienen mußten. Jetzt kann Samos ungefaͤhr 22,000 Einwohner haben, welche ſich alle zur griechiſchen Kirche bekennen. Die Papas ſind nur Bauern, welche das einzige Verdienſt, daß ſie die Meſſe auswendig gelernt haben, in den geiſtlichen Stand erhoben hat. Auch ſind 7 Maͤnner⸗ und 4 Nonnenkloͤſter auf der Inſel, und außerdem noch uͤber 300 beſondere Kapel⸗ len.— Die Einwohner leben ſo ziemlich gluͤcklich,