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Den 26. Maͤrz ſegelten wir an den Kaninchen⸗ Inſeln, die gegenwaͤrtig oͤde ſind, ſehr nahe vorbei. Eine andere Inſel, Nicaria, iſt der Laͤnge nach von einer Bergkette durchſchnitten, welche mit Wal⸗ dungen bedeckt ſind. Die Einwohner leben meiſtens vom Holzhandel, und ſind ſo arm und elend, daß ſie betteln muͤſſen, ſobald ſie ihre Inſel verlaſſen. Sie betreiben aber auch den Ackerbau ſchlecht, ſind einfaͤl⸗ tig, grob und halbe Wilde. Sie machen nicht mehr Brod, als ſie zu jeder Mahlzeit brauchen. Dieſes Brod beſteht bloß aus Aſchenkuchen von groben Mehl ohne Sauerteig, die ſie halb auf einem flachen, ſehr heißen Stein backen. Wenn die Frau des Hauſes ſchwanger iſt, ſo nimmt ſie von dieſen Kuchen zwei Theile, einen fuͤr ſich, und den andern fuͤr ihr Kind. Eben dieſe Hoͤflichkeit erweiſen ſie den Fremden. Dieſe Inſel war nie ſtark bevoͤlkert; die beiden Haupt⸗ ſtaͤdte haben nur 100 Haͤuſer; alles heißt ein Dorf, was mehr als ein Haus hat. Fanar iſt ein alter Thurm, welcher ehehin als Leuchtthurm gebraucht wurde, um den Schiffen zwiſchen dieſer Inſel und Samos den Weg zu zeigen. Denn dieſer Kanal iſt gefaͤhrlich, wenn die See hoch iſt, ungeachtet er 418 Meilen breit iſt. Man hat zu Nicaria keine andere, als Handmuͤhlen, die aus zwei flachen, run⸗ den Steinen beſtehen, wovon der obere mit einem Stabe gewendet wird. Er hat in der Mitte ein Loch, durch welches das Getreide geſchuͤttet wird, welches


