Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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158 der Juno ſtand. An dem Hafen von Tigani war jene beruͤhmte Mauer, welche einſt unter die 3 Wun⸗ der von Samos gezaͤhlt wurde. Sie war 20 Klaf⸗ ter hoch, und ging uͤber 250 Schritt weit in das Meer.— Auf einer Anhoͤhe findet man Graͤber von Marmor, ohne Schnitzwerk und Inſchriften. Auch ſieht man noch den Ort eines Theaters, von dem die Mauerſteine zur Erbauung der Stadt Cora ange⸗ wendet worden ſind. Auf den nahen Feldern ſieht man nichts, als zerbrochene Saͤulen, und Quaderſtuͤcke aus Marmor. Die meiſten Ruinen der Haͤuſer hin⸗ gegen beſtehen aus Backſteinen. Auch die Bogenſtel⸗ lungen einer Waſſarleitung ſind noch vorhanden, und an einem nahen Berge ſind die Hoͤhlen ſichtbar, aus welchen das Waſſer abgeleitet worden iſt.— Der Tempel der Juno war im Alterthume ſehr beruͤhmt. Er wurde von den Perſern verbrannt, und man be⸗ trachtet noch die Ruinen deſſelben mit Bewunderung. Er war ganz mit Gemaͤlden und Bildſaͤulen angefuͤllt, welche unter andern die Liebeshaͤndel Jupiters mit Juno zu natuͤrlich ſollen vorgeſtellt haben. Was die Goͤttin betrifft, ſo hatte dieſelbe verſchiedene Klei⸗ dungen, nach der Verſchiedenheit der Rollen, die ſie ſpielte. Man vertraute ihr die Aufſicht uͤber die Hei⸗ rathen, uͤber die Niederkunft, ja ſelbſt uͤber andere verſchiedene Zufaͤlle der Weiber. Man ſetzte ihr einen halben Mond an den Kopf und an die Fuͤße, die Herrſchaft anzuzeigen, die ſie alle Monate uͤber das