Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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cher Felſen, in welchen ein rundes Baſſin gehauen war, welches zwanzig Schuhe im Durchmeſſer hatte, und an deſſen Rand man ſitzen konnte In der Mitte ſteigt ein Stuͤck des Felſen in die Hoͤhe, das wie ein Viereck zugehauen, und ungefaͤhr 3 Schuhe hoch iſt. Auf demſelben ſaß vermuthlich der Lehrer; die Zuhoͤ⸗ rer aber auf dem Rande. Man zeigt auch ein Haus, in welchem Homer geboren worden ſeyn, und wo er ſeine meiſten Werke verfertiget haben ſoll. Es ſteht an der Nordſeite der Inſel, bei Voliſſo, in der Mitte der arviſiſchen Felder, wo der Nektar gebaut wird; und vielleicht hat dieſes herrliche Ge⸗ traͤnke nicht wenig zur Begeiſterung dieſes Dichters beigetragen.

Der Aufenthalt zu Seio iſt ſehr angenehm. Die Frauenzimmer ſind viel hoͤflicher, als in andern Staͤd⸗ ten der Levante. Ungeachtet ihre Kleidung den Frem⸗ den ſehr ſonderbar zu ſeyn ſcheint, ſo unterſcheidet ſie doch die Reinlichkeit von den Griechinnen der uͤbrigen Inſel. Man findet daſelbſt eine gute Tafel, und die Auſtern ſind vortrefflich. Wildpret, beſonders Reb⸗ huͤhner, gibt es im Ueberfluſſe.

Das große Verlangen, Konſtantinopel zu ſehen, war Urſache, daß wir den 27. Maͤrz auf einem leichten, tuͤrkiſchen Schiffe von Scio abreiſeten, und den 28. zu Caſtro, der Hauptſtadt der Inſel Metelin(Lesbos) anlangten. Dieſe iſt auf die Ruinen der alten, großen und praͤchtigen Stadt My⸗