Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Bund um ihren Durban, wie die Tuͤrken. Manchmal

kommt ein Aga aus Konſtantinopel, um denjeni⸗

gen Maſtix abzuholen, der dem Großherrn gehoͤrt.

Die Sultannin verbrauchen den meiſten Theil deſſel⸗

ben. Sie kauen ihn zum Zeitvertreib, oder um ſich

heeinen angenehmen Athem zu machen. Man pflegt

8' auch Maſtix in die Rauchpfanne zu werfen, und un⸗

M ter das Brod zu miſchen, ehe ſolches in den Ofen kommt.

Die Weiber und Toͤchter zahlen auf Seio keine

Kopfſteuer. Um diejenigen, welche ſolche zu bezahlen

V haben, kennbar zu machen, nimmt man mit einem Stricke das Maas von ihrem Hals, verdoppelt dieſes und gibt der Perſon die beiden Ende zwiſchen die Zaͤhne. Geht der Kopf frei durch dieſes Maas, ſo

muß ſie zahlen; geht er nicht durch, ſo bezahlt ſie nichts. Unterhalb eines vermeintlichen Neptuns⸗Tem⸗ pels entſpringt aus einem Felſen eine ſchoͤne Quelle, in welcher Helena ſich ſoll gebadet haben. Die Cascade derſelben iſt ſehr ſchoͤn: denn ſie kommt uͤber einem Felſen herab. Sie laͤuft dann in dem angenehm⸗

ſten Theile der Inſel uͤber Marmor hin, und wird den Fremden mit Recht unter den Merkwuͤrdigkeiten von Seio gezeigt. Dieſe Inſel war ehehin das Vaterland der geſchickteſten Maͤnner, und auch der Dichterfuͤrſt Homer ſoll hier geboren ſeyn. Man zeigt am Fuße des Berges Epos, am Ufer des Mee⸗ res, die Schule deſſelben. Dieß iſt ein ziemlich fla⸗