Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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wurde, gingen wir alſo zu Schiffe, und fuhren nach Andros. Neben dem Hafen iſt ein Schloß und nahe die Hauptſtadt dieſer Inſel. Außerdem gibt es noch viele Doͤrfer, und die angenehmſten, fruchtbarſten Ge⸗ genden von der Welt. Die Felder ſind mit Pomeran⸗ zen⸗ und Maulbeer⸗Baͤumen, Feigen und Granaten beſetzt. Oel, Wein und Getreide gibt es im Ueber⸗ fluſſe. Aus der Frucht der Erdbeer⸗Baͤume macht man Brandwein; die ſchwarzen Maulbeere geben ebenfalls ein hitziges Getraͤnk, das nicht unangenehm iſt. Es wohnt hier ein tuͤrkiſcher Aga, und ein lateiniſcher Biſchof. Dieſem begegnete vor einigen Jahren ein Ungluͤck. Er wollte mit ſeinen Ornaten und Kirchen⸗ Gefaͤßen nach Naxia reiſen, welches ſein Vaterland iſt. Er wurde aber von den Tuͤrken gefangen, beraubt, baſtonnirt und auf die Galeeren geſchickt, von denen er ſich mit 500 Thaler loskaufen mußte. Man konnte nicht entdecken, unter welchem Vorwande ihm dieſer Schimpf widerfahren war. Neben einer Quelle, die im Januar einen Wein⸗Geſchmack haben ſoll, ſahen wir unter Ruinen mehrere Figuren aus Marmor, ohne Kopf und Arme.

Die Kaͤlte, die ſich nun auf dieſer Inſel allmaͤh⸗ lig einſtelte, und die See, welche von Tag zu Tag ſtuͤrmiſcher zu werden anfing, nothigten uns, nach Tine zu ſegeln, in der Abſicht, uns dann nach My⸗ cone zu verfuͤgen, und die beſſere Witterung zu er⸗ warten. Der Archipel iſt im Wiuter ſehr gefaͤhrlich,