Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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benachbarten Höhle aufhielten, durch ihr fuͤrchterliches Geſchrei ſehr beunruhigten. Dies ſollen ſie immer thun, wenn ſie der Bequemlichkeit ihrer Liebe pflegen. Mit dem Anbruche des Dages ſtuͤrtzten ſie ſich ſo ſchnell wieder in das Meer, daß man nicht Zeit hatte, auf ſie Feuer zu geben. Die Pflanzen ſind hier viel groͤßer, friſcher und ſchoͤner, als auf den uͤbrigen Inſeln. Die Helenie*) ſoll aus den Thraͤnen der ſchoͤnen He⸗ lena gewachſen ſeyn, und iſt hier ziemlich gemein. Da wir befuͤrchten mußten, auf dieſer Inſel nicht nur von den Banditen uͤberfallen zu werden, ſondern auch Hunger zu leiden, ſo eilten wir nach 24 Stunden wieder auf Zia zuruͤck.

Am 21. November reiſten wir nach der Infel Joura. Die Roͤmer hatten Urſache, ihre Verbrecher dahin zu verbannen: denn auf dem ganzen Archipel findet man keinen ſo unfruchtbaren und unangenehmen Ort. Sie iſt heute ganz oͤde und verlaſſen; man fin⸗ det daſelbſt keine Spuren des Alterthums mehr. Sie war auch zu allen Zeiten ſehr armſelig. Wir fahen nichts als große Hamſter, welche einſt die Einwohner ſollen gezwungen haben, die Inſel zu verlaſſen. Wir uͤbernachteten in einer verfallenen Kapelle, wo wir uns nicht getrauten einzuſchlafen, aus Furcht, dieſe Thiere moͤchten uns die Ohren abfreſſen. Noch ehe Tag

*) Helenium oder Helianthemum Thymi folio,