Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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145.

viel Gerſte, Wein und Seide. Beſonders ſind hier die Velani einheimiſch, eine Art von Eicheln, mit wel⸗ chen ein betraͤchtlicher Handel getrieben wird. Der Hafen kaun die groͤßten Schiffe und die groͤßten Flot⸗ ten beherbergen. Die Einwohner von Zia geſellen ſich gewoͤhnlich zuſammen, um Seide zu ſpinnen. Sie ſetzen ſich auf ihre Terraſſen, damit ſie die Spindel bis auf die Gaſſe koͤnnen hinabfallen laſſen. Wir tra⸗ fen den griechiſchen Biſchof in dieſer Stellung an. Er fragte uns, wer wir waͤren, und ließ uns ſagen, daß unſere Beſchaͤftigungen ſehr unnuͤtze ſeyen, wenn wir nichts als Pflanzen und Marmor ſuchten. Wir ant⸗ worteten, daß er uns, mit den Werken des h. Chry⸗ ſoſtomus in der Hand, mehr wuͤrde erbaut haben, als mit der Spindel..

Wegen widrigen Windes mußten wir auf Zia bis zum 21. November bleiben, wo wir endlich an einem windſtillen Tage nach Macroniſi ſegeln konnten. Dieſes iſt eine oͤde Inſel, wohin Paris die ſchoͤne Helena gebracht haben ſoll, als er ſie entfuͤhrt hatte. Allem Anſcheine nach muß dieſe ſchoͤne Griechin da⸗ felbſt an einem ſehr ſchlechten Orte gewohnt haben. Die ganze Inſel beſteht aus einer Reihe von Felſen, unter denen große Loͤcher ſind. Man geht durch die⸗ ſelben, um das feſte Land von Griechenland zu ſehen. Kaum findet man einen Tropfen Waſſer auf dieſer Juſel. Wir uͤbernachteten in einer Hoͤhle, unweit de Bucht, wo uns die Meer⸗Kaͤlber, welche ſich in einer

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