Matroſen zu Myeone werden fuͤr die geſchickteſten des ganzen Landes gehalten; man findet aber auch da⸗ ſelbſt mehr als 580 Seefahrer, welche Handelſchaft nach der Tuͤrkei treiben. Der Wein iſt oͤfters nichts, als rothes Waſſer; man kauft ihn deswegen nach der Beſchaffenheit. Die Griechen koͤnnen das Betruͤgen nicht unterlaſſen.— Die Inſel ſelbſt iſt duͤrr und tro⸗ cken; die Berge ſind nicht gar zu hoch. Der hoͤchſte iſt der St. Elias. Die Myeonioten werden gerne kahlkoͤpfig, oft ſchon im 26ſten Jahre. Doch ſind ſie wohl gewachſen, waren gaber ehehin als die groͤßten Schmarotzer bekannt. Man baut Gerſte, Feigen und Oliven; ein einziger Brunnen muß einen ganzen Fle⸗ cken mit Waſſer verſehen, das ſonſt uͤberall mangelt. Gegen eine Mannsperſon findet man immer vier Wei⸗ ber, die gar oft auf den Straſſen, unter den Schwei⸗ nen liegen. Dafuͤr fahren aber auch die Mannsperſo⸗ nen meiſtens auf der See herum. Auch hier gibt es viele Rebhuͤhner und andere Voͤgel. Der Salat iſt ſehr wohlſchmeckend, wenn man die Schuͤſſel mit Knob⸗ lauch gerieben hat. Zu Mycone ſind mehr als 50 griechiſche Kirchen, deren jede ihren Papas hat. Es wohnt hier kein Tuͤrke. Die Frauenzimmer beſſeren Standes wuͤrden nicht unangenehm ſeyn, wenn ihre Kleidung weniger laͤcherlich waͤre. Die gemeinſte ko⸗ ſtet indeſſen mehr als 300 Thaler. Dagegen kleiden ſich die meiſten dieſer Frauenzimmer in ihrem Leben nur einmal, und erſparen den Maͤnnern den Verdruß,
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