Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

728

Gegenden bisher unbekannt war, und der ihnen ſo große Vortheile darbot.

Arer eine dumpfe Gaͤhrung brach bald zu Kairo aus. Napoleon wohnte der Feierlichkeit der Eroͤff⸗ nung der Kanaͤle, bei der Ueberſchwemmung des Nils bei. Dieſe war ſehr bedeutend, was als ein gluͤckliches Zeichen betrachtet wurde. Deſſen ungeachtet konnte ſich das Volk nicht an die Regelmaͤßigkeit der Geſetz⸗ pllege gewoͤhnen, und empoͤrte ſich daruͤber. Der Ko⸗ ran ſelbſt ſtieß den neuen Gefetzgeber zuruͤck.

Am 22. September wurde das Gruͤndungs⸗Feſt der Republik begangen. Napoleon wollte dieſe Feierlichkeit auch nationell fuͤr die Aegypter ma⸗ chen. Seine Muͤhe, Verſchwendung und Luxus dabei, war groß. Man ſang wohl zu ſeinem Lobe in der gro⸗ ßen Moſchee, dochdie Soͤhne der Menſchen verſchwo⸗ ren ſich gegen die Tapferen des Abendlandes, um unter ihr voriges Blut⸗Joch zuruͤckzukehren, und aus freien Buͤrgern wieder feige Sklaven zu werden.

Der Divan zu Kairo leitete die innern Angele⸗ genheiten. Die uͤbrigen Staͤdte erhielten gleichfalls eine Munizipal⸗Organiſation. N apoleon verſuchte Alles, um des Landes Lage zu verbeſſern; allein es auch für ſich zu benuͤtzen, wiewohl er ſich alle Muͤhe dabei gab, den geringſten Schein gegen die Pforte zu bewahren. ef

Am 314. Oktober, waͤhrend der Obergeneral ſich in Alt⸗Kairo befand, brach ein Aufruhr zu Neu⸗