727
derſelbe ſo bequem gekleidet geweſen. Als Nahrung
erhielt er ein treffliches Brod, Fleiſch, Reis, trockene Fruͤchte und etwas Zucker und Kaffee, welche die vor der Ankunft der Armee in Aegypten unbekannten geiſtigen Getraͤnke erſetzen ſollte. Die Kavallerie mach⸗ te ſich beritten, und andere Kriegs⸗Anordnungen wur⸗
den noch von Napoleon getroffen. Alles ging auf das Beſte, und wurde mit der ihm angebornen Thaͤ⸗ tigkeit betrieben.
Schon bemerkte man die fuͤhlbaren Fortſchritte, welche alle dieſe Schoͤpfungen machten. Die Solda⸗ ten hatten Tiſche, Seſſel, Saffianſtiefel, Waͤſche. Kaum war den nothwendigſten Beduͤrfniſſen Genuͤge geleiſtet, als auch ſchon der Luxus ſich einſchlich; man bediente ſich blos noch ſilberner Becher, und das Tiſchgeraͤth war von demſelben Metalle. Der Aufenthalt der Fran⸗ zoſen gab der Stadt Kairo beſonders ein ganz neues Auſehen. Suropaͤiſche Kuͤnſte verſchoͤnerten und bereicherten dieſe Stadt. Konditors und Deſtillateurs etablirten ſich, welche ſehr guten Abſatz hatten. Bald hatte man Spielſaͤle, Billards, ein Kaffehaus, eine Reſtauration, ein Leſe⸗Kabinet, Tanz⸗Muſik, Feuer⸗ werke und Spielkarten. Alles, was der Armee noch uͤbrig war, um ſich auf europaͤiſche Art einzurichten, war vollendet, oder doch im Begriffe, es zu werden. Der Handel unter andern erhielt eine Thaͤtigkeit, wel⸗ che den ſtumpfſinnigen Bewohnern der fruchtbarſten


