Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Kairo aus. Bewaffnete Haufen verſammelten ſich in den Straſſen, in der großen Moſchee, und an an⸗ deren Orten. Der Stadtkommandant Dupuy und der Adjutant Sulkowsky, ein tapferer Pole und Liebling Napoleons, wurden ermordet. Ein glei⸗ ches Schickſal traf andere Franzoſen. Die Moſcheen wurden Feſtungen. Die Prieſter forderten, von der Hoͤhe der Minarets, das Volk zur Vertilgung der Un⸗ glaͤubigen auf. Die ungeheure Bevoͤlkerung Kairos erhebt ſich, durch eine Proklamation des Sultans zu Konſtantinopel fanatiſirt..

Es war um die ganze franzoͤſiſche Expedition ge⸗ ſchehen, wenn ſich ihr Anfuͤhrer nicht uͤber jede Gefahr erhaben gezeigt haͤtte. Er dringt an der Spitze ſeiner Tapferen in das Innere der Stadt, treibt die herbei⸗ geeilten Araber in die Wuͤſte, umzingelt die Rebellen, und bietet ihnen Gnade fuͤr Recht an. Die Natur ſelbſt ſteht ihm bei. Durch ein in dieſer Gegend aͤuſ⸗ ſerſt ſeltenes Phaͤnomen bedeckt ſich der Himmel mit ſchweren Wolken. Der Donner kracht. Die aberglaͤu⸗ bigen Muſelmaͤnner, welche die Stimme des Himmels fuͤr Napoleon zu hoͤren glauben, flehen um Gnade. Eine fuͤrchterliche Exekution fand ſtatt; dadurch

wurde der Aufruhr zum tiefen Schlummer gezwungen.*)

) Die zußerſt wichtigen und intereſſanten Details dieſes Aufſtandes, der ſchoͤnen Feyer des Gruͤn⸗ dungsfeſtes der Republik, der Eroͤffnung des