Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

714

auf die Franzoſen, und ſchienen ſie in einem Augen⸗ blicke unter den Hufen ihrer Pferde zertreten zu wollen. Das Ganze dieſes impoſanten Anblicks hatte in die Gemuͤther der franzoͤſiſchen Soldaten ein Gefuͤhl gefloͤßt, welches ſie zum erſten Male empfanden, und welches ſie nur fuͤr das Kommando aufmerkſam machte. Sobald auch das Feuer befohlen war, wurde es mit einer Schnelligkeit und Puͤnktlichkeit ausgefuͤhrt, wie man es haͤtte nicht ſchoͤner auf dem Parade⸗Platze ſehen koͤnnen.

Nie hatte ein Schlachtfeld den Heeren, welche ſich von beiden Seiten zum erſten Male trafen— ſchreibt Savary— ein ſolches Schauſpiel dargeboten. Dieſer Tag entſchied uͤber den Beſitz von Kairound eines gro⸗ ßen Theiles von Aegypten, und dieſe Anſtrengung war die letzte, welche die Bey's gemeinſchaftlich machten, Napoleon die Eryherung dieſes Landes ſtreitig zu machen.

An demſelben Abende trennten ſie ſich; die zwei Maͤchtigſten, Murad und Ibrahim, welche die Geſchichte ihrer alten Streitigkeiten in Allem, was ihr perſöͤnliches Intereſſe betraf, aͤußerſt mißtrauiſch und vorſichtig gemacht hatte, waren ſtets Nebenbuh⸗ ler von einander. Ibrahim ſchlug mit den kleinen Bey's, welche von ſeiner Macht abhingen— Kairo ſeinem Geſchick uͤberlaſſend— den Weg nach Syrien ein; bielt aber in Salahieh, am Eingange in die