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Zu Kus ſetzte man mir bei einer Mittagsmahl⸗ zeit zum erſten Male Tahine vor; es beſteht aus dem Marke von Seſamoͤle, vermengt mit Honig und Citronen⸗Saft. Dieſes Gericht iſt ſehr unſchmackhaft. Auch das aus dem Seſamkerne gezogene Oel, Si⸗ ritſch im Arabiſchen, wird in Aegypten ſehr ge⸗ ſchatzt; in Europa wuͤrde man es bloß zum Brennen und zum Backſchmalze tauglich halten.
Die Seſem⸗Pflanze iſt in Europa unter den Namen Seſam, und auch orientaliſcher Fin⸗ gerhut bekannt..
XIX. Wie ich durch die Niedertraͤchtigkeit und Treuloſigkeit der Bewohner verhindert wurde, nach Habeſch zu reiſen, ſo zwangen mich die naͤmlichen Umſtaͤnde auch jetzt wieder, meine Reiſe nach dem ro⸗ then Meere aufzugeben. Der Kopte Mallum Poc⸗ tor zu Kus verſuchte nebſt einem tuͤrkiſchen Kauf⸗ manne, mich zu beſtehlen und auf alle Weiſe zu hin⸗ tergehen. Ihrer Spitzbuͤbereien uͤberdruͤſſig, entſchloß ich mich, meine Reiſe nach den Ruinen der alten Stadt Theben fortzuſetzen. 4
Wir reiſten den 17. Juli, begleitet von 4 Ara⸗ bern, von Kus zu Pferde an dem Nil auf der Oſt⸗ ſeite ab. In dem großen Dorfe Nuzaris, welches von Kopten oder aͤgyptiſchen Chriſten bewohnt wird, hielten wir Mittag und langten bald darauf in dem elenden Dorfe Karnal an, um welches praͤchtige Ruinen ſich befinden. Eine Meile weiter hinauf liegt
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